Wie wahr…

Wie wahr…

Ein beeindruckender Artikel, den ich nicht wieder vergessen möchte.

Mich tangiert es kaum (mehr), dass ich eigentlich nur dunkel gekleidet, meist in Hosen oder, wenn im Rock, dann mindestens knielang und farblich wenig auffällig, durch mein Leben laufe. Ich bin es gewohnt, nicht aufzublicken, wenn mir Männer begegnen, um nicht herauszufordern, dass sie mich anmachen. Ich habe mich daran gewöhnt, einfach nicht zu reagieren, wenn es doch passiert. Und ich habe in der Stadt, in der ich lebte, das haus im Dunkeln kaum verlassen und mich, wenn es doch notwendig war, entweder abholen lassen oder den ganzen Weg über am Handy telefoniert und mitgeteilt, wo ich gerade bin. Also- nicht auffallen, Attraktivität möglichst verstecken und sich unsichtbar machen. Funktioniert ganz gut und schützt.

Aber wie wütend könnte es mich eigentlich machen, dass ich also, wenn auch weitgehend unbewusst, nicht selbst entscheide, was ich wann wie trage. Dass ich mir das von der, wie auch in diesem Artikel wieder beschrieben und in meiner Vergangenheit viel zu oft deutlich übergriffiger erlebt, nicht unbegründeten Angst vor einem Übergriff vorschreiben lasse. Ws für eine Welt, in der, zumindest aus meiner Wahrnehmung, tatsächlich jeder Mann erst einmal ein potentieller Täter ist. Manche werden nach einer Weile aussortiert als eher nicht gefährlich, aber im Grunde würde ich keinem wirklich trauen. Das ist erschreckend, wenn es wieder einmal so ganz unmittelbar klar wird.

Wie ich schon schrieb- ein toller Artikel. Ein wichtiger. Auch wenn sich nichts ändern wird in dieser Welt.

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