No. 4

[Gute Begebenheit] Durch den Regen gelaufen, dieses Gefühl von Regen im Gesicht im Wissen eines warmen Zuhause. Geben und Nehmen in der Familie. Wieder leistungsfähiger zu sein. Friedliche Radiosendungen zu hören.

[Alltagsschönheit] Eine aufgeräumte Wohnung, in der es keine „blinden“ Ecken gibt momentan.

[Essen] Frühstück wie die letzten Tage. Könnte ein Lieblingsfrühstück werden.

Mittags: Chinesisches Gemüse mit Glasnudeln und Cashewnüssen.

Nachmittags: Schokosojamilch, Reiswaffeln mit Erdnusscrunchy

Abends: Roggenbrötchen mit Aufstrich, Schokoreiswaffeln

Getränke: 1 Kanne Tee, 1 Tasse Schlaftee, 1 Glas Schokosojamilch, Wasser. Immer noch zu wenig.

Mir scheint, dass die homöopathischen Mittel durchaus ein wenig helfen und mir das Gefühl geben, mehr Kraft zu haben. Immerhin schaffe ich mehr zuhause und sehe der Arbeit am Montag gelassener entgegen. Ich darf nur nicht näher drüber nachdenken, was auf mich wartet, dann ist es auch nicht schlimm. Immer wieder merke ich, wie es mir hilft, wenn ich mir im Alltag der Gegenwart Gottes bewusst bin. Und wenn ich mal ein Rezept fände, mich nicht immer wieder vom Glauben zu entfernen und dann wieder in ein tieferes Loch zu fallen, dann wäre das schön. Vielleicht geht es aber nicht anders…

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Die Endlichkeit und Ich

Manchmal habe ich Angst vor dem Ende dieses Lebens. Meistens aber finde ich den Gedanken daran, dass alles, egal wie schrecklich es momentan scheinen mag, ein Ende haben wird, sehr tröstlich.

Früher hatte ich und immer mal wieder habe ich, wenn mir alles zuviel wird, die Welt mich überfordert, den Gedanken, alles zu beenden. Ich habe es nie versucht und ich denke, ich werde es wohl auch nie versuchen. Irgendwo hat sich mir zu sehr eingeprägt, dass vielleicht doch eine Art von Strafe lauern könnte, wenn man sich selbst anmaßt, die Länge des eigenen Lebens zu bemessen.

Wenn man schon so einige Menschen im engen Familienumfeld sterben sah, dabei war, wie Menschen (und ein geliebtes Haustier) starben und beruflich mit dieser Thematik immer wieder konfrontiert wurde, dann bekommt man wohl zwangsläufig einen anderen Blick. Entweder man entscheidet sich zum Kampf gegen den „Feind“ Tod oder man entscheidet sich, ihm sein Feld zu überlassen, wenn es soweit ist. Zunächst der schwerere Weg, schließlich hängen wir doch alle trotzdem immer am Leben, auf lange Sicht gesehen entspannt es aber das Leben.

Natürlich habe ich Angst vor dem Moment, wenn weitere nahestehende Menschen sterben- aber aus Egoismus, weil ich dann mit diesem Verlust weiterleben muss, nicht, weil es mir für diese Menschen leid tut. Diese innere Überzeugung, dass danach alles gut sein wird, die wächst in mir immer weiter. Und dafür bin ich sehr dankbar.

Das Leben lebt sich gelassener im Angesicht der Endlichkeit- Wünsche werden kleiner, Bedürfnisse unscheinbarer. Ich kämpfe nicht mit dem Tod, der irgendwann ganz sicher zu mir kommen wird, ich denke voller Dankbarkeit an die wirkliche Heimat, die dann warten wird. Und in der die Menschen, die mir am Herzen lagen, als sie sich noch hier auf Erden befanden, schon ihre Seelenheimat gefunden haben.

Es gibt so ein wunderbares Lied „I’ll fly away“ über diesen letzten Moment des Lebens. Darauf freue ich mich.

Und das hindert mich nicht daran, mich auch am Leben zu freuen. Zu versuchen, den Plan zu erfüllen, den es wohl irgendwo für mich gibt. Um am Ende nicht zu viel zu bereuen zu haben.

Passend zu Allerseelen… 

No. 3

[Gute Begebenheit] Eine wirklich liebe und freundliche Mail von meiner Kollegin. Ich hatte mir soviele Sorgen gemacht, dass mein Krankheitsausfall für Ärger gesorgt hatte und da kam diese freundliche Mail von ihr, die mir zumindest einiges an innerem Druck genommen hat. Und – so schön- jemand, der hier in meinem Blog liest, herzlich willkommen 😉

[Alltagsschönheit] ein rundum geputztes Schlafzimmer, staubgewischt, gewischt, frisches Bett und frisch gewaschene Haare. Ich mag dieses Gefühl so, in einem frischen Bett zu liegen. Wird wieder menschlicher, mein Leben.

[Essen] Frühstück: Babyhaferbrei mit Sojamilch, Zimt, Anis und gefrorenen Brombeeren

Mittags: Butternutkürbissuppe mit Sojamilch, Reis und bisschen Margarine. Butternutkürbisse sind die einzigen Kürbisse, die ich mag und die sind wirklich so lecker und zartschmelzend.

Nachmittags: 1 Vanillesojapudding

Abends: Kartoffelsalat; 4 Knöckebrot mit Veganer Wurst bzw. Aufstrich, Oliven

Getränke: Abwehr- Tee von Tee*ann*, Wasser, 1 Glas Apfelschorle, Schlaftee mit Baldriantropfen und Honig. Wieder zu wenig.

 

Nach einer wirklich schlechten Nacht (gegen 1.00 Uhr eingeschlafen) ging der Tag relativ gut, habe so einiges geschafft und fühle mich langsam wieder fitter.

Abends den „Brandner Kasper“ geschaut- im Grunde von den Bildern her kitschig, aber ich liebe diesen Film. Dieses Gefühl „nachhause zu kommen“ in eine unglaubliche Herrlichkeit, wenn es so sein wird, nach diesem Leben, das wäre so wunderbar. Ich finde diesen Film immer wieder friedlich und beruhigend. Nach dem Tod meiner Lieblingsoma habe ich diesen Film so gerne angesehen. Traurig- schöne Erinnerung.