Herausforderung

Aus Bequemlichkeit komme ich immer wieder nach „Hause“. Weil es bequem ist, den Hund einfach in den Garten schicken zu können. Weil es bequem ist, ungeschminkt und in alten Klamotten aus dem Haus gehen zu gehen, weil man niemanden treffen wird, der einen so nicht sehen sollte. Weil es bequem ist, irgendein Essen hingestellt zu bekommen, auch wenn es nicht schmeckt. Etwas Verantwortung abgeben können.

Nur- unter der Bequemlichkeit lauert wohl immer noch die Hoffnung, dass sich etwas in der Beziehung zu meinen Eltern ändern könnte. Und der Versuch, mit nicht der Tatsache stellen zu müssen, dass es sehr wenige Menschen in meinem Umfeld gibt, deren Nähe ich ertragen kann. Eine ungünstige Konstellation, wenn dann immer wieder doch ein Einsamkeitsgefühl hervorkriecht.

Die Herausforderung scheint zu sein, das Einsamkeitsgefühl aushalten zu können, ohne jedesmal der Versuchung zu erliegen, wieder nach „Hause“ zurück zu fahren. Und wenigstens ansatzweise mehr Selbstfürsorge zu entwickeln.

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