Wochenbilanz

  
Ungeheuer anstrengend war diese Woche. Die Kombination aus Urlaubsvertretung, nicht wirklich stabiler Gesundheitslage meinerseits so mitten in einer Medikamentenumstellung und wohl auch dadurch bedingtem extrem schlechtem Schlaf haben gerade nicht mehr wirklich Energie oder Kraft zurückgelassen.

Nachdem nun allgemein am Arbeitsplatz bekannt ist, dass ich gehe, habe ich sehr viele wirklich liebe Rückmeldungen bekommen. Immer noch seltsam, dass ich mich soviel besser mit den Schwestern als den ärztlichen Kollegen verstehe, aber umso schöner, dass ich in deren Augen wohl recht gute Arbeit geleistet habe. Viel Warmherzigkeit und Freundlichkeit habe ich von dort erfahren. Dankbar bin ich auch für das ehrliche Bedauern der Patienten über meinen Weggang, auch wenn sich das zunächst seltsam anhört. Aber mir zeigt es, dass ich auf dieser persönlichen Ebene, die für mich die tatsächlich relevante Ebene meiner Tätigkeit betrifft, wohl meistens wirklich vermitteln kann, dass ich mich bemühe, den Einzelnen als Menschen zu sehen und seine Bedürfnisse wahrzunehmen. Es fällt mir nicht so sehr leicht, das überhaupt aufzuschreiben, weil immer die Sorge mitschwingt, es könnte arrogant oder selbstverliebt klingen. Aber ich glaube, es ist ganz gut, wenn ich hin un wieder mich meiner selbst versichern kann, dass ich trotz vieler Dinge, die ich halt einfach nicht oder nicht weiß, immerhin ein Gefühl des Angenommenwerdens an den einzelnen Patienten vermitteln kann. Dann wird es auch zunehmend zweitrangiger, was oder wie ein Chef, der keinerlei Kontakt mehr zur Basis hat, denkt oder an leeren Phrasen von sich gibt.

Überhaupt war heute ein Tag, der mir nochmal deutlich gemacht hat, dass es richtig war, nicht dort auszuharren und zu warten, dass doch alles irgendwie gut werden würde. Die Stimmung wird immer schlechter, angespannter und die Arbeitsbelastung wird enorm steigen. 

Insgesamt war es auf ganz vielen zwischenmenschlichen Ebenen eine gute Woche. Auf meiner persönlichen Leistungsebene in Bezug auf die Belastbarkeit eher weniger und gerade heute ist es mal wieder etwas schwerer zu ertragen, wie sehr mich vieles anstrengt. Gelassenheit scheint mal wieder vonnöten.

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